Posts mit dem Label Anett werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Anett werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 7. März 2010

tongariro, autoverkauf, bedbugs und so...

nun sind unsere tage in neuseeland so langsam gezaehlt. momentan hocken wir zwar nur im hostel rum und es passiert nicht wirklich viel, aber es gibt schon so einige dinge, die uns von teilweise aufkommender langeweile abhalten...

aber nun erstmal zu unserem letzten track, den wir unternommen haben: das tongariro alpin crossing.
geplant wurde das ganze fuer den 19.2. mit unseren lieben hostelfreunden aus tauranga fab und christine. wir hatten nur an diesem bestimmten tag zeit zusammen und wie wir es gewohnt waren, passte das wetter perfekt! mal wieder glueck gehabt=)

frueh um 8 sind wir losgelaufen, denn wir hatten einen 19,8 km langen gebirgstrack vor uns (7h). anfangs waren wir sogar noch zu fuenft, weil zufaellig auch noch johann, den fab und christine vorher auf der reise kennengelernt hatten, den track geplant hatte. er wollte jedoch nicht nur das alpin crossing machen, sondern auch noch zusaetzlich zwei gipfel erklimmen, den mount tongariro (1967m) sowie den mount ngauruhoe (2291m), besser bekannt als der schicksalsberg aus herr der ringe! nach angaben sollte seine tour insgesamt 11,5h dauern, also konnte er nicht mit uns flachlandgurken (er hat wohl schon fast jeden berg der europaeischen alpen bestiegen) mittraben, sondern legte schon zu anfang joggingtempo ein. also kaempften wir uns dann doch wieder nur zu viert den berg hoch und konnten gluecklicherweise pause machen, wann wir wollten=) das war auch notwendig, denn erstens musste anett oefter mal ihre von blasen ueberzogenen krueppelzehen neu tapen und zweitens war auftieg auf 1886m (bei 1150m sind wir losgelaufen) ueber nicht enden wollende treppen unglaublich anstrengend, v.a. fuer uns drei maedels, fab war eher mit vorrennen und fotos machen beschaeftigt.


am anfang noch relativ fit!

herr der ringe schicksalsberg - mount ngauruhoe

der track ging mitten durch den south crater

grade strecke durch den south crater - kraft zum posen!

wer geht da schon freiwillig hoch?? - nur johann!!

ohne worte…

die landschaft, die uns dann oben zu fuessen lag, entschaedigte uns aber fuer alle strapazen! mal wieder waren wir von der neuseelandischen natur begeistert. krater, tuerkisgrelle seen, erstarrte magmastroeme, kuriose gesteinsformen, geroellhaufen, wo man nur hinschaute, und alles in quietschbunten neonfarben. total unreell irgendwie.

red crater

hier konnte man eigentlich nur runterrutschen!

emerald lake

erstarrter lavastrom


auf dem weg nach unten, wo wir dann 1150 hoehenmeter ueberwinden mussten, haben wir dann sogar noch anne und mareike, die wir ebenfalls aus tauranga kannten, getroffen und konnten die letzten paar kilometer zusammen beschreiten. schon lustig, wen man so alles trifft auf must-do-wanderungen in neuseeland!

lachende weiberrunde - crossing fast geschafft=)


wir haben den track schlussendlich sogar in der angegebenen zeit von 7h geschafft, obwohl wir wirklich eher von der langsamen sorte waren und viele viele pausen gemacht haben. wir hatten ja schliesslich den ganzen tag zeit, also warum hetzen?;-)
gehetzt sind da ganz andere, naemlich johann! der is doch tatsaechlich nur eine halbe stunde nach uns am ziel angekommen. hat also nur 7,5h fuer einen 11,5h-track gebraucht! wie geht das denn???? einfach unglaublich! wenn er uns nicht die fotos von beiden gipfeln gezeigt haette, haette es ihm keiner glauben koennen! aber es muss halt nun auch verrueckte menschen auf dieser welt geben...

verrueckt auch, weil er nur 3 tage nach diesem track den gefaehrlichsten berg neuseelands, den mount taranaki, bezwungen hat und das auch in einer rekordzeit von 6h hin und zurueck. normale menschen braeuchten das doppelte der zeit!! wir haben diesen wunderschoenen und perfekt ausschauenden vulkan (deshalb als fujijama in "the last samurai" ausgegeben) nur von weitem betrachtet und das war auch schon beeindruckend genug.

mount taranaki


getrieben von ein wenig angst das auto nicht loskriegen zu koennen, machten wir uns dann 3 wochen vor abflug schonmal auf in richtung auckland um unser glueck zu probieren...
derzeit sind die automaerkte vollgestopft mit autos und campervans jeder sorte. am ende des sommers wollen schliesslich alle backpacker ihr auto verkaufen und es gibt nur eine handvoll neuer backpacker oder anderer interessenten. dementsprechend bekommen nur die wenigsten ihre autos fuer das gleiche geld wiederverkauft und machen immense verluste. aber davon mal abgesehen muss man sich sehr gluecklich schaetzen, wenn man seine karre ueberhaupt los wird. als notloesung, so kurz vor dem abflug, kann man dann immernoch an einen haendler verkaufen. von dem bekommt man vielleicht 500 euro, wenn ueberhaupt, aber besser als nix...
das ganze spiel laeuft hier so jedes jahr ab und jedesmal werden am anfang des sommers den backpackern viel zu teure autos angedreht und am ende der saison dann fuer viel zu wenig geld wieder abgekauft - hier muesste man autohaendler werden!!!

von diesen horrorgeschichten zuviel gehoert, hatten wir natuerlich grosse angst unseren ruediger entweder nicht oder nur spottbillig verkaufen zu koennen. aber, wir sollten mal wieder glueck haben! ...

als wir am montag vor fast zwei wochen hier in auckland angekommen sind, begann dann der autoverkaufsstress. noch gleich am ersten tag haben wir rund 15 flyer (preis fuer das auto = $ 2600) in den verschiedenen hostels verteilt. schon dort merkten wir, dass es wahrscheinlich nicht einfach wird das auto fuer einen guten preis loszuwerden. die ordner bzw. die info-boards der hostels waren bombardiert mit flyern. darunter auch zahlreiche angebote die wesentlich besser waren als unseres. naja, was solls, dachten wir, probieren wir es mal ein paar tage mit dem angebot, wir hatten ja zeit...
nach etwa 2 stunden mitten in der rush hour waren wir verdammt fertig und wollten einfach nur noch einen citynahen uebernachtungsplatz finden und erstmal zur ruhe kommen. obwohl wir gerade erst begonnen hatten unseren ruediger anzupreisen, waren wir schon zu diesem zeitpunkt extrem gestresst. zum glueck mussten wir nicht lange nach dem perfekten schlafplatz suchen. mitten in der stadt in nem grossen park, der auckland domain, gab es keine verbotsschilder und so machten wir uns dort breit. als wir unseren cooker ausgepackt und wasser fuer unseren geliebten nudeln aufgesetzt hatten, kam ein aelter und etwas verwahrlost aussehender typ auf uns zu und schenkte uns eine riesige tuete voll essen. es gab u.a. einen batzen schweinefleisch, broetchen, kartoffelsalat, kaese, orangen. wir waren verdammt verbluefft und konnten nicht so richtig einschaetzen, ob er einfach nur freundlich war oder ob er uns vielleicht etwas ins essen getan hat, um uns in den tiefschlaf zu versetzen und uns dann auszurauben. naja, wir glaubten an das gute im menschen und haben uns den wanz vollgehauen=)

lecker abendbrot fuer lau von john


am selben und auch am darauffolgenden abend kamen wir ein bisschen mit john, so hiess der halbneuseelaenderhaldgrieche, ins gespraech und erfuhren einige stories aus seinem leben, die ihn immer raetselhafter machten. ein kleiner auszug: er muss in seinem auto in der auckland domain uebernachten, da er kein benzin mehr im tank hat und warten muss bis er in ein paar tagen sein gehalt bekommt ... er wohnt etwas ausserhalb von auckland und da er kein benzin hat kann er nicht nach hause fahren ... er hat ein appartment in der city, aber da es gerade renoviert wird, kann er auch dort nicht hin ... bis vor 5 jahren hat er 5 haeuser in der umgebung von auckland gehabt, die er alle vermietet wurden, aber durch einen unfall hat er sie alle verloren ... und so weiter und sofort! alles sehr komische geschichten wo man nicht weiss was wahr ist und was nich. aber da er auch meinte, dass er eventuell jemanden kennt, der unser auto kaufen wuerde, blieben wir mal an ihm dran. zudem meinte er auch er wuerde und in den zoo einladen und in die underwaterworld (obwohl er ja eigentlich irgendwie kein geld hatte - hmm, naja...

john und sein zuhause


die vielen und teilweise superguenstigen verkaufsangebote haben uns in der ersten nacht in auckland ins gruebeln gebracht und so haben wir entschieden am naechsten tag noch einmal ein paar grosse hostels abzuklappern um unser angebot auf $ 2200 zu reduzieren. wir dachten, damit haben wir vielleicht mehr erfolg. als wir im letzten hostel auf unserer tour angekommen waren, kam ein anruf von gerrith aus england. der erste interessent, der unseren ruediger sehen wollte. wir freuten uns riesig, waren aber auch verdammt angespannt, wie er denn bei ihm so ankommt. noch am gleichen tag fuhren wir bei gerrith vor und er war nicht abgeneigt. er meinte nur, dass der preis etwas hoch sei (er hat das angebot fuer $ 2600 gesehen!), aber dass er es sich ueberlegt, wenn er sich noch einen van angeschaut hat. jetzt hiess es abwarten ...

... noch am gleichen abend bekamen wir dann schon einen anruf von gerrith. er wuerde das auto nehmen, aber nicht fuer $2600. er hat uns $ 2200 vorgeschlagen und da wir ja sowieso schon auf diesen preis runtergegangen waren, sagten wir ihm zu! wir konnten unser glueck nicht fassen. wir wussten nicht ob wir uns jetz freuen duerfen oder ob doch noch etwas schief gehen kann. die (womoeglich) letzte nacht in unserem geliebten auto war dann die absolute hoelle. wir konnten kaum schlafen vor aufregung und dann kam auch noch diese waerme hinzu. sie war fuer uns beide die schlimmste nacht, die wir je hatten. am naechsten tag ging es dann ans packen. es hat sich in den ueber 2 monaten im auto soviel kram angesammelt, dass wir es kaum in unsere rucksaecke verstaut bekommen haben. dann bauten wir wieder die sitzbank ein und verpackten das ganze campingequipment mit dem gedanken, dass wir es zum letzten mal benutzt haben. das war wirklich ein verdammt komisches gefuehl fuer uns. einerseits waren wir sehr gluecklich das wir jemanden gefunden hatten, aber andererseits ist uns ruediger schon sehr ans herz gewachsen und wir waren traurig ihn jetz abgeben zu muessen, er war ja schliesslich auch unser zuhause! nachdem alles geordnet und verstaut war gings ab zur autowaesche, wo er noch einmal so richtig auf den kopf gestellt wurde. so sauber wie er danach war, war er wahrscheinlich lange nich mehr.

jetz mussten wir nur noch auf den erloesenden anruf von gerrith warten. er liess uns noch geschlagene 2 stunden warten und dann teilte er uns auch noch mit, dass er noch einen check in einer werkstatt machen wollte bevor er es kauft. oh schreck, wieder fingen wir an, uns grosse sorgen zu machen, dass sich vielleicht noch etwas am auto herausstellt und gerrith abspringt. unsere nerven waren zum zerreissen gespannt als ruediger in der werkstatt war. nach einer stunde wurden wir erloest und wir bekamen das ergebnis. das einzige groesse problem war, dass der eine hinterreifen so runtergefahren war, dass er kurz vor dem platzen stand und das gelenk vom rad geraeusche gemacht hat. das zu reparieren sollte $ 200 kosten und nach kurzen verhandlungen mit gerrith haben wir uns auf den preis von $ 2000 geeinigt. damit waren wir absolut zufrieden. das war auch der preis, der uns immer im kopf rumgeschwirrt ist und den wir unbedingt haben wollten, damit wir nicht ganz pleite in amerika ankommen;-)

so ging es dann noch ab zur post, wo wir den besitzerwechsel vornahmen und anschliessend das geld in die haende gedrueckt bekommen haben - yeeeeeaaaaaaaaaaah, das war ein geiles gefuehl!!!

megagluecklich ueber $ 2000



uebrigens wollte john, der parkbewohner, unbedingt wissen, ob wir das auto verkauft haben und nachdem wir ihm die glueckliche sms geschrieben hatten, hoerten wir nie wieder etwas von ihm! nix mit zoobesuch oder aehnliches. sehr seltsam! war er vielleicht doch ein kurioser autohaendler mit einer ganz raffinierten masche??? tja, hat wohl nicht geklappt;-)

da standen wir dann - homeless - und landeten kurze zeit spaeter im "brown kiwi", einem kleinen hostel in ponsonby. da uns der manager noch kannte (im oktober wollte er sein auto verkaufen und wir haben es uns angeschaut) haben wir fuer eine woche einen job im hostel bekommen. wir muessen betten machen, bad und kueche putzen und mit einem super coolen staubsaugen durchs haus rocken. so standarddinge eben. dafuer dass wir dann nur noch $ 5 zur unterkunft dazubezahlen muessen, ist das ganz ok.

mit freude bei der arbeit! (warum gibt’s zuhause solche praktischen staubsauger nicht???)


als wir hier ankamen und den job in der tasche hatten, dachten wir, dass die woche hier verdammt langweilig werden wird. aber wir sollten uns taeuschen... wir haben naemlich noch die bekanntschaft mit bedbugs (bettwanzen) machen duerfen. diese belebten das hostel von jedem tag aufs neue. bedbugs sind kleine gemeine tierchen, die sich in den betten, im schlafsack, in den klamotten, einfach ueberall, breit machen und einen ganz fies zurichten koennen, indem sie den ganzen koerper mit bissen uebersaeaen, die uebel jucken und grausam aussehen, wie wir hier an einem maedel sehen konnten. leider blieben wir nicht verschont, zumindest nicole nich.

bericht aus der bedbughoelle von nicole: zwei tage nachdem ich in einem verseuchten bett geschlafen habe, kamen langsam nach und nach stiche an den armen, an den schultern und im gesicht zum vorschein. obwohl ich nach dieser einen nacht alle meine sachen und den schlafsack gewaschen habe, den rucksack und saemtlichen weiteren krempel in die sonne gepackt habe, sind es immer mehr stiche geworden. da begann in den letzten tagen das raetselraten, ob das wirklich von dieser einen nacht kommt oder ob ich in dem anderen bett auch solche tierchen habe? jedenfalls habe ich mir mittlerweile tabletten und salbe aus der apotheke auf kosten des hostels besorgt und nochmal alle meine sachen gewaschen, alles andere nochmal in die sonne gepackt und mal wieder das bett gewechselt. wir werden gespannt sein wie es weiter geht...

fieser, mit blut vollgesaugter bedbug

so sollen die bedbugs also vernichtet werden!???


nach dieser horrorgeschichte nochmal ein ausblick auf die letzte woche neuseeland: leider ohne fahrbaren untersatz geht es am montag nun mit dem bus in den hohen und hoffentlich noch warmen norden der nordinsel. zunaechst geht es nach pahia und treffen dort hoffentlich dave, den wir zwischen weihnachten und silvester in turangi kennengelernt hatten. er hatte uns damals eingeladen ihn in paihia besuchen zu kommen und das lassen wir uns natuerlich nicht entgehen! ein kurzes telefonat mit ihm klang zumindest schon einmal recht vielversprechend, denn er hat irgendetwas von einem van erzaehlt, den er uns eventuell leihen koennte. das waere natuerlich genial! damit waere das transportproblem zum cape reinga, dem nordlichsten punkt neuseelands, sowie die uebernachtungsfrage geloest. wir hoffen sehr, dass es klappt und wir nicht aufs trampen angewiesen sind, obwohl wir das gerne mal austesten wuerden, soll hier ja sehr einfach sein! wir werden sehen...

wenn wir dann naechstes wochenende wieder in auckland ankommen sind, liegen nur noch 2 tage neuseeland vor uns, in denen wir noch einiges erledigen muessen. Darum kann es sein, dass dieser bericht der letzte aus neuseeland war...


ganz liebe gruesse in die heimat (wir sehen uns ja sehr bald wieder) und an die anderen weltenbummler

anett und nicole

Freitag, 12. Februar 2010

Abenteuer Abel Tasman National Park

Momentan schmarotzen wir in einem paradisischen Hostel in Nelson – Schmarotzen heisst in dem Fall: wir nutzen die facilities (Kueche, Dusche, kostenloser Tee und Suppe) ohne Geld dafuer zu bezahlen, denn davon haben wir nicht mehr so viel!;-) Und unter diesen entspannten Verhaeltnissen koennen wir mal wieder einen Blogeintrag verfassen...

Nachdem wir Queenstown verlassen haben, haben wir mehr rumgegammelt als irgendwelche sinnvollen Dinge zu unternehmen. Dazu zaehlte u.a. das wir die Beine am Lake Wanaka hochgelegt, nur kleine Wanderungen am Fox und Franz Josef Glacier unternommen und es uns im Punakaiki Buschhostel gut gehen lassen haben. Insgesamt haben wir von Queenstown bis zum Abel Tasman Nationalpark weniger als eine Woche gebraucht. Es gab eigentlich einen ausschlaggebenden Grund fuer das rasante Tempo. Es war nicht das schlechte Wetter, was an der Westkueste so typisch ist. Ganz im Gegenteil, wir hatten herrlichen Sonnenschein. Es waren die Sandflies und die Mosquitos, die unser Auto belagert und uns damit den letzten Nerv geraubt haben. Hat man 20 von den Viechern getoetet und das Licht ausgemacht, fing es nach 10 min wieder an zu summen und die Decke hing wieder voll. Da konnte man nur die Flucht ergreifen! Ein anderer Grund fuer das schnelle Vorankommen war die einsetzende Reisemuedigkeit, die uns nach Queenstown ueberfallen hat. Nach ueber einem Monat auf Reisen, mit so vielen neuen Eindruecken, keine komfortable Unterkunft usw. ist man eben nicht mehr so fit wie zu Beginn! Uns stand ja auch noch der 3-taegige Abel Tasman Track bevor, fuer den wir unsere Kraefte schonen mussten...

Bevor es letzten Montag (8.2.) losging, mussten wir erstmal eine grosse Umpackaktion starten – den grossen Rucksack leeren und nur mir dem noetigsten fuellen. Dazu zaehlte neben einigen Klamotten (Regensachen fuer alle Faelle), der Schlafsack und Wasser sowie Essen fuer 3 Tage. Der Schock kam als wir los gehen wollten und gemerkt haben, verdammt ist der sch... Rucksack schwer, wie sollen wir das bloss ueberstehen?!?! Aber da mussten wir nun durch...
Der Weg fuehrte uns von Marahau nach Totaranui und war ca. 40 km lang. Es ging immer an der Kueste entlang und war teilweise gar nicht so eben wie wir angenommen hatten. Manchmal ging es schon ganz schoen steil bergauf. Auf dem Trip sahen wir u.a. wunderschoene Buchten, Regenwald und machten zudem 3 tidal crossings, wo wir 2mal bis zu den Knien im Wasser standen und das hoechste Ziel war, bloss nicht stolpern und ins Wasser fallen!

Abel Tasman National Park Eindruecke




Lecker Abendessen!??

tidal crossing

Zur Belohnung erstmal an den Strand


erstmal tapen bevor es am naechsten Tag wieder losgehn kann!

Am ersten Tag liefen wir 12 km, am zweiten 10km und am letzten Tag hatten wir uns 17km vorgenommen! Wir dachten, da ist der Rucksack nicht mehr soooo schwer, weil wir ihn leer gefuttert haben und man hatte sich vielleicht schon ans Laufen gewoehnt. Ging auch alles ganz gut, bis Anett ca. 10km vor dem Ziel feststellte, dass ihre beiden Blasen an den kleinen Zehen aufgegangen sind. Unter hoellischen Schmerzen biss sie die Zaehne zusammen und lief weiter. Eine Stunde vor dem gebuchten Wassertaxi kamen wir am Ziel an und waren maechtig Stolz auf uns!

Das magenunfreundliche Wassertaxi

Man sieht, dass man nix sieht!
Das schlechte Wetter kam zum Glueck erst bei der Rueckfahrt=)

Die Fahrt mit dem Wassertaxi war dann auch nochmal ein Erlebnis! Ein bisschen mulmig in der Magengegend wurde uns schonmal, als wir vor der Abfahrt Schwimmwesten bekommen haben. Wir dachten nur, die Fahrt muss es ja in sich haben – womit wir Recht behalten sollten. Wir hueften 1 ¾ Stunde nur so ueber die Wellen – Wahnsinn! Wer da nicht einigermassen seetauglich ist, der hat ein maechtiges Problem. Aber es ist gerade noch alles gut gegangen! ;)

Die fuer uns witzigste Story auf der ganzen Tour war, als wir am zweiten Tag am Strand 3 Neuseelaender kennengelernt hatten, die dort Urlaub machten und mit einem Schnellboot unterwegs waren. Spontan luden sie uns auf einen Trip ein, was wir natuerlich nicht abschlagen konnten!

Ganz stolz vorne im Schnellboot;-)

...und hinten!

Mit einem Bier bewaffnet gings dann in eine Bar in die Awaroa Bay. Dort angekommen blieb uns nix anderes uebrig als zum Strand zu schwimmen, da das Boot nicht so dicht an Ufer fahren konnte. Anett hatte dabei die Aufgabe das Geld und die Kreditkarte von einem Typen sicher zum Strand zu befoerdern. Das Geld kam sicher am Strand an, nur die Kreditkarte war unauffindbar. Wir bekamen richtig Panik, was nun passieren wuerde. Aber irgendwie war alles halb so schlimm gewesen, er nahm es ueberraschenderweise mit Humor. Trotz allem gabs in der Bar noch reichlich Getraenke (u.a. 2 Flaschen Wein fuer je 50 $) – unglaublich fuer 2 Backpackermaedels die von dem Geld einige Tage ueber die Runden kommen!

Damit war das der letzte Lagebericht von der Suedinsel. Dienstag gehts zurueck nach Wellington und der letzte Monat Neuseeland bricht fuer uns an...

Ganz Liebe Gruesse an alle Leser
Anett und Nicole

Dienstag, 26. Januar 2010

Mittlerweile sind 2/3 der Suedinsel geschafft!

Die Zeit vergeht momentan so unglaublich schnell, sodass wir mal wieder die Erlebnisse der letzten beiden Wochen dokumentieren muessen!

Vor knapp 2 Wochen setzten wir unsere Reise in Richtung Sueden mit 2 Israelis (Aviv und Gil), die wir beim Fruehstueck am Mt. Cook kennengelernt und zufaellig in Oamaru wieder getroffen haben, fort. Den ersten Stop legten wir bei den Moeraki Boulders suedlich von Oamaru ein, wo wir viel Spass beim Bildchen schiessen gehabt haben.




Weiter ging es nach Dunedin. Die erste Stadt auf der Suedinsel, eigentlich ganz Neuseelands, die uns verdammt gut gefallen hat und die mal ein bisschen an die gute alte Heimat erinnert hat! In Dunedin haben wir dann noch zwei weitere Israelis( das Paerchen Or und Mor) getroffen, sodass wir dann zu sechst waren. Zusammen hatten wir viel Spass und konnten so einige israelische Gewohnheiten und Seltsamheiten kennenlernen. Es gab u.a. jeden Abend ein 3-Gaenge Menue, lustige UNO- Abende im Van der Jungs, einen Track in den Catlins, der mehr ein Sonntagsausflug im Auto war, da wir den Startpunkt nicht gefunden hatten und zu sechst im Van durch die einsame, teilweise fuer unsere Maegen zu holprige Wildnis geirrt sind!



In Dunedin haben wir die Cadbury Schokoladen Fabrik besucht. Fuer uns Schoko- Freaks genau das richtig! Die Tour haette man sich auch sparen koennen, aber es gab einiges zum probieren. *yammiiiii*
Des Weiteren haben wir noch einen Ausflug in die Sandfly Bay gemacht, nachdem wir herausgefunden haben, dass sich in der Bay zum Glueck keine Sandflies tummeln. Mit diesen agressiven Tierchen sollten wir erst beim Uebernachten am Strand bei Invercargill sowie im Milford Sound Bekanntschaft machen! Dort aber dann richtig...

Es ging weiter in die Catlins. Hier fuehlten wir uns das erste Mal wie am anderen Ende der Welt! Es gab wenige kleine Doerfchen, kaum Menschen auf der Strasse, kein Handyempfang, keine Tankstelle, aber dafuer umso mehr Schafe! Immernoch zu sechst unterwegs haben wir einige kleine Tracks gemacht u.a. die Cathedral Caves wo wir auf den Rueckweg zu unserem Auto eine kleine Ueberraschung fanden. Die beiden Franzosen, mir denen wir auf der Nordinsel gereist sind, hatten uns eine Nachricht auf unserem dreckigen Ruediger hinterlassen. Haben uns wahnsinnig darueber gefreut, waren aber zugleich ein bisschen traurig, dass die beiden nicht gewartet haben bis wir wieder gekommen sind. Es wir naemlich in Neuseeland kein Treffen mehr geben - sie haben Neuseeland mittlerweile verlassen. Schade!



Weiter ging die Reise zum Slope Point. Besonders spannend war der suedlichste Punkt des Festlandes nicht, aber wir koennen sagen, wir sind bis dorthin gefahren und Pinjato, unser treuer Gefaehrte musste unbedingt so nah wie moeglich an seine Heimat (Antarktis) ran!


Die Ostkueste war somit geschafft uns es ging weiter in Richtung Invercargill. Auch diese Stadt war nicht besonders aufregend, eigentlich eher haesslich als alles andere. Das Beste was wir dort gemacht haben, war die Uebernachtung mitten am Strand. Wir sind mit allen drei Autos auf den Strand gefahren. Wir waren sehr entspannt, da wir 4WD haben. Die anderen hatten es nicht und mussten schon ab und zu aufpassen, dass sie nicht Stecken blieben!

Ruediger wird zur Kueche umfunktioniert

Das leckere 3-Gaenge-Menue

Sandfly-Schutzmassnahmen

Am naechsten Tag, bevor sich unsere Wege getrennt haben, haben wir der Bierbrauerei in Invercargill einen Besuch abgestattet! Kostenlose Bierverkostung Mittags um 12 Uhr hat es in sich! Es gab u.a. Honigbier, Brombeerbier, Schokoladenbier, Cider usw. Super lecker! :)

Alleine ging es am selben Tag weiter in Richtung Fjordland! Eigentlich wollten auf den Weg noch die Clifden Caves, ein 300m langes Hoehlensystem, mitnehmen! Da wir ganz allein am Startpunkt waren, haben wir uns dann doch dagegen entschieden durchzukrabbeln! Es war uns etwas zu gruslig!

Also ab nach Te Anau. Hier holten wir einige Infos ueber Tageswanderungen im Fjordland ein und fuhren in Richtung Milford Sound (120km Stichstrasse). Am ersten Tag wollten wir 2 Track je 3h machen (Key Summit und Lake Marian). Leider spielte das Wetter am ersten Startpunkt nicht mit und so entschieden wir einen Hosteltag einzulegen. Auf dem Weg zum Milford Sound mussten wir den Homer Tunnel durchfahren. Vor dem Tunnel legten wir noch eine kurze Zwangspause ein, da der Tunnel tagsueber nur in eine Richtung durchfahren wird und auf unserer Seite gerade rot war. Hier sind wir dann das erste Mal in diesem "Sommer" mit echtem Schnee bzw. Eis in Beruehrung gekommen, denn eine einige Meter dicke Schneewand, befand sich direkt an der Strasse. Dann haben wir endlich auch die beruehmten Keas gesehen, die auf Futter von den Touris gelauert haben.



Hinter dem Tunnel gab es dann eine Ueberraschung - Sonnenschein! Das mussten wir gleich ausnutzen und haben im Milford Sound eine 1 3/4 h Bootstour gemacht! Unglaublich schoen! Das Highlight der Tour war ein Streich der Bootscrew! Sie gaben uns einen Becher in die Hand und meinten wir koennen diesen gleich mit Wasser von einem Wasserfall fuellen, den wir anfahren. Leider fuellte sich nicht der Becher mit Wasser sondern unsere Klamotten. Wie verdutzt standen wir mitten unter dem Wasserfall. Anett hat es geschafft ihren Rucksack in Sicherheit zu bringen, Nicoles hat die komplette Dusche mitgenommen! ;)




Nachdem wir nach 7 Tagen im Auto endlich mal wieder eine erholsame Nacht im Hostel hatten ging es bei herrlichem Sonnenschein auf den Lake Marian und den Key Summit Track. Der erste Track war so unglaublich anstrengend, dass wir dachten den zweiten schaffen wir nicht mehr, aber nach einer kleinen Staerkung quaelten wir uns auch noch auf den zweiten Berg. Belohnt wurden wir natuerlich mit einem herrlichen Ausblick.

Nach 2 Tagen super Wetter im Fjordland ging es weiter nach Queenstown, der Adrenalin-Hochburg schlechthin. Um diesen Ruf auch gerecht zu werden, haben wir nach einer unruhigen Nacht im Hostel den Skydive in Angriff genommen. Wir hatten sogar maennliche Verstaerkung an Board! Sebastian aus Berlin wollte eigentlich schon laengst auf dem Weg nach Stewart Island sein, hat sich aber von uns mehr oder weniger ueberreden lassen, sagen wir mal lieber annimieren lassen, mit uns in den Flieger zu steigen und bei 12000 Fuss (3658 m) rauszuspringen.
War ein woertwortlich atemberaubendes Erlebnis. Beim Freefall (ca. 45sek.) war es unmoeglich Luft zu holen, man war einfach ueberwaeltigt von der Geschwindigkeit, dem Wind, dem Ausblick... Einfach nur unbeschreiblich! Aber viel zu kurz um das Ganze wirklich in diesem Moment realisieren zu koennen. In der Austaumelphase konnte man erst richtig begreifen, wo man sich eigentlich grade befindet und wie wahnsinng schoen sich die Landschaft (Berge, See ...) unter einem praesentiert.

Skydive Anett




Skydive Nicole





Vom Adrenalinrausch gepackt, ging es am folgenden Tag gleich zur naechsten Herausforderung: dem 134m-BungyJump fuer Anett und dem weltweit hoechsten Swing fuer Nicole. Auch diese Erlebnisse und Ueberwindungen werden uns wohl noch ewig im Gedaechtnis verbleiben und uns denken lassen "wir koennen alles"!;-)

Um unsere Konten nicht noch weiter zu strapazieren, bleiben wir jetzt brav am Boden und setzen die Reise weiter in Richtung Norden an der Westkueste entlang fort...

Viele Gruesse aus Queenstown